Eindrücke v. Maren Engelking:
Hoffentlich kommen überhaupt Viele…
Gleich zu Beginn: Dieser etwas zweifelnde Ausspruch der
Chorleiterin kann mit "Ja" beantwortet werden. Es waren Viele, die am
Sonntagnachmittag trotz Mindener Messe und verkaufsoffenem Sonntag den Weg ins
Gemeindezentrum Neesen fanden um das erste Konzert des Neeser Jugendchores It’s
Go(o)d zu hören. Und sie sollten nicht enttäuscht werden!
Bei der Musiclounge in Neesen zur 975 Jahrfeier hatte ich
den Chor das letzte Mal gehört und seitdem ging mir ein Lied nicht mehr aus dem
Kopf „climbing up the mountain…climbing up…“ Ich war gespannt was mich heute
Nachmittag/Abend erwarten würde und freute mich auf all die motivierten
Jugendlichen, die schon beim Betreten des Gemeindehauses eine richtig gute
Stimmung verbreiteten.
Um 16 Uhr konnte man im Gemeindezentrum eine Nadel fallen
hören, die Luft knisterte förmlich vor Spannung. Die Zuhörer erwarteten voller
Neugierde den Auftritt des Chores.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Pfarrer Eckart Zinnke
stimmte die Projektband „scatterbrained“ die Zuhörer auf das Konzert ein. Und
dann war es endlich soweit: Die vielen Monate der Vorbereitung, des Probens und
der Anspannung wurden belohnt. Unter donnerndem Applaus nahm It’s Go(o)d auf
der Bühne Aufstellung und begann das Konzert mit „great getting up morning“ von
Mahalia Jackson. Eine gelungene Mischung aus Pop, Gospel, bekannten Filmliedern
und überzeugend und gefühlvoll vorgetragenen Solo-Einlagen einzelner
Chormitglieder bescherten mir einen wirklich tollen und beeindruckenden Konzertbesuch.
Wer den Chor schon etwas länger kennt, wird vielleicht hier und da überrascht
gewesen sein, welche stimmlichen Schätze doch darin verborgen liegen, die ich
so nicht erwartet habe. Der Chor hat es geschafft mich bei „Only time“ von Enya
zu Tränen zu rühren und selbst der hartgesottenste Ostwestfale kam nicht darum
herum bei „climbing up the mountain“ im Takt mitzuklatschen. Immer wieder
stellte ich mir im Laufe des Konzerts die Frage: Wo ist eigentlich der Bohlen
wenn man ihn mal braucht?! Wobei, so tolle Stimmen an den Dieter zu
verschwenden…da gäbe es sicherlich bessere Möglichkeiten.
Die zwei Stunden vergingen wie im Flug und nach den
eingeforderten Zugaben wollte kaum jemand so richtig den Saal verlassen.
Die Begeisterung der Jugendlichen steckt an. Ich finde es
verdient große Anerkennung was alle Beteiligten an diesem Nachmittag in Neesen
auf die Beine gestellt haben. „Gott sei Dank“ sind so viele mit Feuereifer
dabei. Also ich freue mich jetzt schon auf eine Wiederholung!
Bitte, bitte It’s
Go(o)d, noch mal! Es war so schön!